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Verfilzt! |
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Ich möchte Ihnen hier gerne den Filzprozess
anhand eines Paares Handstulpen erklären: |
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Zuerst brauchen Sie eine Schablone
(Ich habe hierfür einfach ein Stück einer Wachstuchtischdecke genommen)
Die folgende Anleitung bezieht sich nur auf eine einzelne Stulpe, den ganzen Prozess müssen Sie ein zweites Mal wiederholen, denn Sie wollen ja beide Hände warm einpacken ;-)
Selbstverständlich kann man auch zwei Schablonen immer im Wechsel bearbeiten |
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Diese wird "dachziegelartig" und in zwei Richtungen (von oben nach unten und von einer zur anderen Seite) sorgfältig mit Faserbüscheln der Filzwolle ausgelegt. Darauf achten, dass die Wolle am Rand der Schablone übersteht. Für die letzte Schicht habe ich hier in verschiedenen Brauntönen ein "wirres" Muster ausgelegt Als wasserdichte Unterlage eignet sich prima eine Autofußmatte aus Gummi. |
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Nun vorsichtig ein Tuch auflegen, das ganze gut
mit heißer Seifenlauge benetzen und vorsichtig mit den Händen streichelnd die Oberfläche anfilzen. Aufpassen, dass Sie den Rand der Wolle noch nicht mitfilzen.
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Danach drehen Sie das Werkstück um, schlagen den noch trockenen Rand der Wolle nach innen (um die Schablone) und legen die noch leere Seite der Schablone ebenfalls sorgfältig (wie am Anfang beschrieben) mit der Filzwolle aus. Die letzte Schicht sollte vom Muster zur Vorderseite passen. Auch diese Seite wird mit heißer Seifenlauge bespritzt, mit einem Tuch oder einem Stück Noppenfolie bedeckt und wie zuvor durch vorsichtiges Reiben angefilzt.
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Nun packen Sie ihre Handstulpe (soll's ja mal werden ;-)
in das Tuch ein. Die Ränder des Tuches legen Sie schön fest um die Kanten des Werkstückes .... |
| .....und rollen es in ein Handtuch ein. |
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Jetzt
wird's ernst :-) Gleichmäßig und zuerst leicht, später immer etwas fester rollen Sie die Filzrolle über die Unterlage. Nach ein paar "Umdrehungen" packen Sie das Ganze aus, drehen alles um 90°, wickeln wieder alles zur Handtuchrolle und dann wird weiter "gewalkt".
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Wenn der Filz eine gewisse Festigkeit erreicht hat,
wird die Handstulpe am Anfang und am Ende aufgeschnitten, die Schablone herausgenommen und nun innen und außen, durch kräftiges Reiben und kneten, gewalkt. Die Größe der Stulpe kann verringert werden, in dem der Filz in diese Richtung gewalkt wird. (In die Richtung, in die gewalkt wird, schrumpft der Filz!) Zwischendurch muss die ausgekühlte Seifenlauge immer wieder ausgedrückt und durch neue, heiße Lauge ersetzt werden. Dies beschleunigt den Filzprozess erheblich. |
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Wenn der Umfang und die Länge der Stulpe
den gewünschten Maßen entsprechen (zwischendurch anprobieren!), müssen Sie noch die Ränder nacharbeiten. Zum Schluss wird der Filz mit kaltem Wasser ausgespült. Es ist ratsam, in den letzten Spülgang einen Schuss Essig zuzufügen, dies neutralisiert evtl. noch vorhandene Seifenreste in den Fasern. |
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| Und so sieht's aus, wenn's fertig ist.....! |
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